Spezifische Garantiebedingungen und Hinweise für LED-Leuchten und LED-Komponenten-Systeme zur Verwendung, Planung und Installation
Stand 1.11.2009
Unsere LED-Produkte können sowohl im gewerblichen Bereich, z.B. als Leuchtmittel, Leuchten oder für LED-Anlagen wie
Lichtdecken,-wände, -kästen etc verwendet werden, als auch für den privaten Einsatz genutzt werden.
Allgemeine Hinweise
1. LED-Systemen bestehen häufig aus teuren und empfindlichen Elektronikkomponenten. Daher wird grundsätzlich ein
bewusster und vorsichtiger Umgang empfohlen. Die Hinweise auf den Verpackungen und die Inhalte der Produktdatenblätter
sind unbedingt zu beachten.
2. LED-Anlagen erfordern spezielle Kenntnisse bei der Planung und Installation. Bei umfänglichen Anlagen ist die Einschaltung
eines Elektroplaners zu empfehlen. Der Einsatz unserer Komponenten bzw. Produkte vor Ort erfolgt außerhalb unserer
Kontrollmöglichkeiten und liegt daher ausschließlich im Verantwortungsbereich des Verwenders.
3. Generell sind Mindest-, Maximal-, Teilungslängen sowie Mindest- und Maximallasten von Modulen oder Kabeln zu
berücksichtigen. Einzelne Komponenten müssen korrekt aufeinander abgestimmt werden (z.B. hinsichtlich Lasten,
Kabeleigenschaften, Steuerungssystemen). Dies gilt insbesondere bei Grundsets von LED-Streifen, die durch
Erweiterungsset verlängert werden können.
4. Die Kombination unserer Produkte mit Komponenten von Fremdfabrikaten entzieht sich unserer Kontrollmöglichkeit und führt
zum Erlöschen der Garantie, insbesondere bei Steuerungssystemen ist die Kompatibilität mit Fremdfabrikaten oft nicht
gegeben.
5. Die LED fühlt sich in kühler Umgebung am wohlsten. Hitzestaus sind daher zu vermeiden.
6. Gewisse Helligkeits- und Farbabweichungen sind auf Grund der Produktionstechnik der LED’s normal. Bei LED-Anlagen
empfehlen wir dringend einen lichttechnischen Test mit einem Muster.
Abweichungen können auch durch die Mischung verschiedener Chargen, z.B. durch Teillieferungen, Nachlieferungen etc.
aus unterschiedlichen Produktionsprozessen entstehen. Eine Garantie auf größtmögliche Farbgleichheiten kann nur bei
Abarbeitung ein und desselben Auftrags gegeben werden. Im Zweifel müssen Komponenten aus gleicher Charge auf Lager
genommen werden.
7. Eine RGB (rot/grün/blau) Farblichtmischung macht nur Sinn, wenn in 1. Linie ein Farbverlauf gewünscht ist. Es ist zwar
möglich, über die Farbmischung die Farbe „weiß“ zu erzeugen. Dies bedeutet jedoch in Dauerstellung eine Maximalauslastung
der Komponenten, die zu einer Verringerung der Lebensdauer führen wird.
8. Die in der Beleuchtungstechnik eingesetzten LED werden nach EN 60825-1 im Hinblick auf die Augensicherheit als
„harmlos“ qualifiziert. Trotzdem sollte niemals direkt in leuchtende LED´s geblickt werden. Dies gilt insbesondere bei
Hochleistungs-LEDs mit einer extrem hohen Leuchtdichte.
9. Die Betriebstunden betragen je nach Umgebungstemperatur 20.000 – 35.000 h, im Einzelfall auch darüber hinaus.
10. Der Austausch von einzelnen LED’s, LED-Modulen oder sonstigen Komponenten ist nicht möglich. Am Ende der
Lebensdauer sind die LED-Systeme vorschriftsmäßig zu entsorgen.
11. Bei auftretenden Mängeln und dem Nachweis der ordnungsgemäßen Zwischenlagerung, Installation, Wartung (ggf. Vorlage
des Testprotokolls vor dem Einbau) wird im Rahmen der Gewährleistungsfrist eine komplett neue Leuchte zum Austausch
geliefert. Eine darüber hinaus gehende Haftung für entgangene Gewinne, Geschäfte oder Einkünfte, den Ausfall erwarteter
Einsparungen bzw. weiteren Folgeverluste wird nicht übernommen. Im Übrigen gelten unseren AGBs, sowie die
gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften.
12. Einzelne kundenspezifische LED-Aufträge können nicht zurückgenommen werden.
13. Innovationen und Veränderungen müssen nicht vorher angekündigt werden.
Maßnahmen zur Installation vor dem Einbau von LED-Komponenten (z.B. Einkleben von LED-Streifen in Trägerprofile oder Einbringen in geschlossene Systeme)
1. Beim Hantieren mit und ohne Werkzeug dürfen LED’s, Stecker und sonstige elektronische Bauteile sowie Leiterbahnen nicht
belastet werden. Ausnahme: Einkleben von LED-Modulen; hier ist ein vorsichtiges Andrücken mit sauberen Fingern möglich.
Querkräfte auf Bauteile sind generell zu vermeiden.
2. Bei der Installation entstehende Späne (z.B. durch Bohren, Sägen, Feilen), Staub, Schmutz und Fett sind unbedingt zu
entfernen (Kurzschluß- bzw. Brückungsgefahr). Gegebenenfalls müssen geeignete Reinigungsmittel eingesetzt werden.
3. Steckverbindungen müssen korrekt „gesteckt“ werden. Stecker nicht horizontal oder vertikal versetzen und nicht um 180°
verdrehen. Stecker gerade und vollständig einstecken, so dass ein optimaler Kontakt gewährleistet wird. Steckverbindungen
nicht abknicken!
4. ESD-Vorschriften müssen bei der Installation eingehalten werden. Auf die korrekte Polung ist zu achten (Plus, Minus,
Signalleitungen). Ein eventuell vorhandener Schutz von Komponenten, bedeutet kein Verpolungs-, Kurzschluß-,
Überlastungs- oder Temperaturschutz.
5. Vor dem endgültigen Einbau ist ein Funktionstest (z.B. mittels eines Testaufbaus) durchzuführen. Ein entsprechendes
Protokoll ist zu erstellen.
6. Sind Komponenten oder Leuchten Feuchtigkeit und/oder Staub ausgesetzt sind, sind bauseits / kundenseits geeignete
Schutzmaßnahmen zu treffen, wenn nicht herstellerseits eine entsprechende Zulassung (z.B. entsprechende IPSchutzklasse)
vorliegt.
7. Bei geschlossenen LED-Anlagen sind Zugangsmöglichkeiten zu den Komponenten (Revisionsmöglichkeiten) vorzusehen.
Das Thermomanagement kann Lüftungsschlitze nötig machen, die wiederum Staub eindringen lassen, der in regelmäßigen
Abständen vorsichtige zu entfernen ist.
Die Nichtbeachtung dieser Hinweise führt zum Erlöschen sämtlicher Garantieansprüche. Die Haftung für
Schäden und Mangelfolgeschäden wird in diesem Fall ausdrücklich ausgeschlossen.
Garantiebedingungen